Tonbergbaumuseum Westerwald
Ort: Siershahn
Tonbergbau gestern und heute
Das Tonbergbaumuseum erzählt die Geschichte des Tons und der Menschen, die diesen wertvollen Rohstoff bis heute fördern. Über Jahrhunderte wurde der Ton von Hand abgebaut. Diese harte und oft lebensgefährliche Arbeit fand untertage in Glockenschächten statt. Mit dem technischen Fortschritt entstanden Schachtanlagen mit maschinellen Fördereinrichtungen. Teile des Museumsgebäudes wie die Hängebank und der Förderkorb sind noch originale Relikte aus dieser Epoche. Heute erfolgt der Tonabbau mit Baggern in großen Tagebauen und die Tone werden nach eingehender Analyse zu komplexen, kundenspezifischen Mischungen zusammengestellt und versandt.
Vermittelt wird neben dem Tonabbau auch die vielfältige Verwendung der Westerwälder Tone, die sich nicht nur auf Keramik wie Fliesen, Waschbecken und Dachziegel beschränkt. Ton ist auch ein unverzichtbarer Rohstoff für die Abdichtung von Deponien und Trinkwasserbrunnen sowie zur Regulierung des Wasser- und Düngerhaushaltes in Pflanzsubstraten.
Sowohl die historische Schachtanlage als auch die Darstellung des modernen Tonbergbaus im Museumspavillon sind als Rundgang gestaltet. Übersichtstafeln erlauben einen ersten Überblick, über QR-Codes können an jeder Station weitere Hintergrundinformationen abgerufen werden.
Zusätzlich zur „Grundführung“ ab dem 5. Schuljahr werden Spezialführungen zu den Themen Geologie/Mineralogie/ Bergbau und zur Anwendung der Tone angeboten. Für die Schulklassen 3/4 gibt es zusätzlich das Angebot des „Tongräberspiels“.
Kontakt und Anreise
Tonbergbaumuseum Siershahn
Poststraße 39-41
56427 Siershahn
Deutschland
Website www.tonbergbaumuseum.de im neuen Tab öffnen
+49 2623 951363
info@tonbergbaumuseum.de
April-November, mittwochs 15.00-18.30 Uhr
Führungen ganzjährig nach telefonischer Absprache
Rollstuhl geeignet: nur der Museumspavillon mit der Ausstellung moderner Tonbergbau, nicht die Schachtanlage